Passt Ihre Sicherung noch zu dem, was heute in Ihrem Tresor liegt?
Immer mehr Verkäufe laufen über Telefon, WhatsApp oder online, Ware geht per Kurier zum Kunden und auf Messen liegt mehr im Koffer als je zuvor. Tresor und Alarmanlage stammen dagegen oft noch aus einer Zeit mit deutlich kleinerem Bestand. Die Folge: Der versicherte Richtwert bleibt hinter dem tatsächlichen Warenwert zurück - und die Lücke fällt erst im Schadenfall auf.
IllustrationKI-generierte Illustration, kein Foto, nicht das echte Geschäft. Dargestellt: ein fiktiver Tresorraum mit geöffneter Tür. Illustration von VERSIANER, kein Foto
Sechs Fakten, die Ihre Police heute schon betreffen
Eine Valorenversicherung sichert das ab, was in Ihrem Betrieb den Wert ausmacht: den Warenbestand im Laden und im Tresor, Ware auf dem Weg zu Kunden, Post und Messen sowie den Schmuck, den Kunden Ihnen zur Reparatur anvertrauen. Entscheidend ist dabei nicht der Tarifname, sondern ob der versicherte Richtwert noch zu Ihrer Tresorklasse, Ihrer Alarmanlage und Ihrem tatsächlichen Warenwert passt.
Quellen und Stand (Oktober 2026)
- GZ Online: Weniger Juweliere, mehr UmsatzDestatis, 2024
- Professional Jeweller: Kriminalstatistik 2023Juwelier-Warndienst, 2023
- BGH, Urteil vom 02.06.2016, VII ZR 107/15Kundenschmuck
- Tarifbeispiel und Sicherungs-FaustregelBedingungswerke eines Valoren-Spezialanbieters, Stand 08/2026
Was im Tresor und in der Vitrine liegt, muss auch im Vertrag stehen
Ein Solitär, eine Goldkette mit Smaragd, Perlenschmuck, Ringe mit Farbsteinen: Jedes Stück hat seinen eigenen Wert, und im Schadenfall zählt die Summe. Liegt sie über dem versicherten Richtwert, bleibt die Differenz Ihr Risiko.
Solitärring in Weißgold
Einzelstücke dieser Klasse liegen oft über dem üblichen Richtwert. Dafür gibt es den erweiterten Schmuck- und Kunstschutz als Ergänzung zur Ladenpolice.
Goldkette mit Smaragdanhänger
Der Goldpreis schwankt, Ihr Bestand wächst mit. Ein Richtwert, der vor Jahren gepasst hat, kann heute zu niedrig sein.
Perlenkette und Ohrhänger
Liegt ein Stück zur Reparatur bei Ihnen, gehört es dem Kunden. Ob und wie es versichert ist, sollte auf dem Auftragsschein stehen.
Ringe mit Saphir, Rubin und Smaragd
Viele Varianten, viele Steine, schnell wechselnder Bestand: Eine aktuelle Bestandsliste macht den Warenwert nachvollziehbar und liefert die Zahl für den Sicherungs-Lücken-Check.
Drei Stellen, an denen die Police hinter dem Betrieb zurückbleibt
Drei Stellen, an denen Valoren-Policen für Juweliere und Goldschmiede häufig Lücken lassen - unabhängig von Größe und Lage des Geschäfts.
Sicherung vs. Warenwert
Tresore und Alarmanlagen werden selten nachgerüstet, wenn der Warenwert im Laden wächst - im Schadenfall zahlt die Versicherung dann oft nur bis zum alten, zu niedrigen Richtwert.
Versand & Transport
Immer mehr Verkäufe laufen über Versand, Kurier oder zu Messen - dieser Weg ist im Rahmen der normalen Ladenpolice oft nicht oder nur unzureichend mitversichert.
Kundeneigentum
Schmuck, den Kunden zur Reparatur oder Anfertigung bringen, gehört rechtlich nicht dem Juwelier. Eine Pflicht zur Versicherung gibt es nach BGH-Rechtsprechung nicht, bei hohem Wert oder branchenüblichem Schutz aber unter Umständen eine Pflicht, auf fehlenden Schutz hinzuweisen - sonst drohen Haftungsrisiken.
Sechs Bausteine - zusammengesetzt nach dem, was in Ihrem Betrieb tatsächlich passiert
Nicht jeder Betrieb braucht alle sechs. Der Kernbaustein steht immer, die übrigen richten sich nach Versandwegen, Messebesuchen, Einzelstücken und Kundenaufträgen.
Warenlager & Laden
Absicherung des Warenbestands im Geschäft nach aktuellem Warenwert - im Tresor, in der Auslage und in der Werkstatt.
Mehr zur Inhaltsversicherung für GewerbebetriebeWerttransport & Kurierfahrten
Schutz für den Weg zwischen Laden, Kunde, Post und Messe - ob Sie selbst fahren oder einen Kurier beauftragen.
Mehr zur TransportversicherungErweiterter Schmuck- und Kunstschutz
Für besonders hochwertige Einzelstücke im Bestand, die über den üblichen Richtwert hinausgehen. Ergänzung, nicht Ersatz: Das private Pendant für Ihren eigenen Schmuck und Ihre Uhren zuhause ist unsere Schmuck- und Uhrenversicherung.
Zum privaten Pendant: Schmuck- und UhrenversicherungGewerblicher Gebäudeschutz
Ladenlokal, Schaufenster, Einbruchspuren: Schäden am Gebäude und an der Ladeneinrichtung nach einem Einbruch oder Einbruchversuch.
Sicherungsberatung vor Ort
Ein Berater sieht sich Tresorklasse, Alarmanlage und Schaufenster konkret an - bevor eine Police unterschrieben wird, nicht erst im Schadenfall.
Kundenhinweis bei Reparaturaufträgen
Ein verständlicher Textbaustein für den Auftragsschein bei Reparatur- und Anfertigungsaufträgen: Er hält fest, ob und wie Kundeneigentum bei Ihnen versichert ist - damit es im Laden kein offenes Haftungsrisiko bleibt. Er ersetzt keine Rechtsberatung.
Mehr zum Betriebshaftpflicht-VergleichVom Schaufenster bis zur Beratungsecke
Hier setzt der Sicherungs-Check an: Er findet in Ihrem Geschäft statt, nicht am Telefon. Wir sehen uns gemeinsam an, was Ihr Versicherer als Sicherung anerkennt und was im Alltag wirklich passiert - von der Ladenfront über die Vitrine bis zum Beratungstisch.
Fassade, Schaufenster und Eingang
Verglasung, Rahmen und Tür sind die erste Hürde. Der gewerbliche Gebäudeschutz deckt Schäden an Gebäude und Ladeneinrichtung nach einem Einbruch oder Einbruchversuch.
Vitrinen und Auslage im Laden
Was tagsüber in der Auslage liegt, gehört zum Warenbestand. Der Baustein Warenlager und Laden sichert ihn nach dem aktuellen Warenwert ab.
Uhren, Ringe und Perlen in der Vitrine
Wird die Auslage abends in den Tresor geräumt, gilt für den Inhalt der Richtwert der Tresorklasse. Liegt mehr darin, ist die Differenz im Schadenfall Ihr Risiko.
Beratungsecke mit Edelsteinen und Lupe
Hier liegt oft Kundeneigentum auf dem Tisch: Stücke zur Reparatur, Umarbeitung oder Schätzung. Der Auftragsschein sollte klar sagen, ob und wie sie versichert sind.
Ihr Sicherungs-Lücken-Check
In 2 Minuten sehen Sie, ob Ihr aktueller Warenwert noch zu Tresorklasse und Alarmanlage passt. Das Ergebnis ist eine erste Orientierung, kein Angebot - die verbindliche Einschätzung folgt im Gespräch.
Ein vereinfachtes Beispiel nach gängiger Faustregel: Bei einem Warenwert von rund 150.000 Euro im Tresor und einer VdS-Klasse III ohne aufgeschaltete Alarmanlage liegt der Richtwert bei 100.000 Euro - die Differenz von rund 50.000 Euro wäre im Schadenfall Ihr Risiko. Mit einer VdS-zertifizierten, bei der Leitstelle aufgeschalteten Alarmanlage verdoppelt sich der Richtwert nach dieser Faustregel auf 200.000 Euro, und die rechnerische Lücke schließt sich. Diese Zahlen sind ein grober Richtwert zur Einordnung, keine geprüfte Statistik und keine verbindliche Versicherer-Aussage - Ihre persönliche Lücke ermitteln Sie oben im Rechner oder im Gespräch mit uns.
Vier dokumentierte Tatmuster - und was dagegen hilft
Keine erfundenen Kundengeschichten, sondern Muster, die Polizei, Sachversicherer und Branchenwarndienste seit Jahren kennen. Entscheidend ist jeweils die Gegenmaßnahme, die Ihr Versicherer als Sicherung anerkennt.
Scheiben einschlagen oder aufhebeln am Schaufenster
Scheibe einschlagen oder den Rahmen aufhebeln, die Auslage leeren, verschwinden. Ohne Verzögerung durch die Verglasung ist der Täter weg, bevor jemand reagieren kann.
Rammbock oder Pkw gegen Eingang und Schaufenster
Ein Fahrzeug wird rückwärts in die Ladenfront gesetzt. Tür oder Schaufenster geben nach, der Laden steht offen - unabhängig davon, wie gut die Scheibe selbst gesichert war.
„Rififi“-Einbruch durch die Nachbarwand
Der Zugang erfolgt nicht über Tür oder Fenster, sondern durch die Wand zum Nachbargebäude oder zum leerstehenden Nebenraum - genau dort, wo viele Sicherungskonzepte gar nicht hinschauen.
Nächtlicher Einbruch zwischen 2 und 5 Uhr
Die Tatzeit ist bewusst gewählt: keine Passanten, keine Streife in Sichtweite. Eine reine Signalanlage macht Lärm, ruft aber niemanden, der eingreift.
Bei Juwelieren und Goldschmieden beschäftigt mich eine Frage, die in vielen Betrieben seit Jahren niemand mehr gestellt hat: Passt die Sicherung noch zu dem, was heute im Tresor liegt? Ich verkaufe Ihnen dabei keine Police vom Blatt. Ich sehe mir Tresorklasse, Alarmanlage, Versandwege und Ihre bestehenden Verträge an und sage Ihnen, wo es passt und wo nicht. 30 Minuten, unverbindlich, ohne PowerPoint. Und wenn am Ende alles in Ordnung ist, sage ich Ihnen auch das.
Fragen rund um Valoren, Sicherung und Kundeneigentum
Ein erster Überblick. Für die individuelle Einschätzung Ihres Betriebs, Ihrer Sicherungstechnik und Ihrer bestehenden Verträge sprechen wir am besten persönlich.
Sicherungs-Check vor Ort anfragen
Sie nennen mir Firma und Standort, ich melde mich persönlich zur Terminabstimmung. Beim Termin sehen wir uns Tresorklasse, Alarmanlage, Schaufenster und Ihre bestehende Police gemeinsam an - in Ihrem Geschäft, nicht am Telefon.
- Ein Blick auf Tresorklasse, Alarmanlage und Schaufenster - direkt in Ihrem Geschäft
- Abgleich von versichertem Richtwert und tatsächlichem Warenwert
- Prüfung Ihrer bestehenden Police auf Transport, Messe und Kundeneigentum
- Kein Verkaufsdruck: Wenn alles passt, sage ich Ihnen auch das