Viele Transporter. Viele Fahrer. Viele Schäden. Und am Ende haftest du für alle.
Ob du für Amazon, DHL, Hermes, DPD oder GLS fährst: Dein Betrieb lebt von Fahrern, die du nicht lange hältst, von Transportern, die jeden Tag rangieren, und von Verträgen, die dein Auftraggeber jederzeit anpassen kann. Hier steht, welche Risiken wirklich an dir hängen bleiben, was sich versichern lässt, und womit du Fahrer hältst, ohne den Lohn zu sprengen.
Fünf Zahlen, die jeder Zustellbetrieb kennen sollte
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Kleintransporter verursachen 4,08 Unfälle je Milliarde Kilometer, Pkw 3,44. Innerorts fallen Rückwärtsfahr- und Auffahrunfälle auf, ein gutes Drittel der regionalen Zustellfahrer hatte nie eine Schulung. (UDV kompakt Nr. 124)
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Flotten-Grundprämien stiegen 2024 um 15 bis 20 Prozent, bei schadenschweren Flotten forderten Versicherer 20 bis 100 Prozent mehr. Vollkasko-Durchschnittsschaden im Flottengeschäft: rund 1.970 Euro, Rangierschäden machen 24 Prozent aus, Vandalismus und unbekannte Verursacher 28 Prozent. (eurotransport, Autoflotte, Cash)
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Wer als Paketdienst-Auftraggeber Subunternehmer einsetzt, haftet nach § 28e Abs. 3g SGB IV für deren Sozialversicherungsbeiträge wie ein Bürge, über mehrere Stufen. Raus kommt man nur mit Präqualifikation oder lückenlosen Unbedenklichkeitsbescheinigungen. Das Gesetz wurde am 16.10.2025 entfristet. Keine Versicherung nimmt dir das ab.
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Die Berufsgenossenschaft Verkehr stuft Kurier-, Express-, Paket- und Lieferdienste in Gefahrklasse 9,59 ein (Bürologistik: 0,68). Bei Beitragsfuß 2,70 sind das rund 25.900 Euro je 1 Mio. Euro Lohnsumme, mit Nachlass bis 5 Prozent oder Zuschlag bis 50 Prozent je nach Unfallbelastung. (BG Verkehr)
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Fahrerbindung ist ein Kostenthema: 45 Prozent der Beschäftigten halten eine betriebliche Krankenversicherung für wichtiger als andere Extras, 25 Prozent sogar für wichtiger als eine Gehaltserhöhung (Civey, PKV-Verband). Und für Zustellerlöhne im Förderkorridor zahlt der Staat bei der betrieblichen Altersvorsorge 30 Prozent Zuschuss (§ 100 EStG).
Wo es bei Zustellbetrieben wirklich kracht
Jeden Tag, jeder Stopp, oft ohne Gegner: 24 Prozent der Vollkaskoschäden in Flotten.
25 Prozent der Transporter-Unfälle vs. 17 Prozent bei Pkw.
22 Prozent der Zustellfahrer mit Migrationsgeschichte sind 18 bis 24 Jahre alt, Fahranfänger verunglücken doppelt so oft.
Aus dem offenen Transporter, vom Bordstein, aus dem Depot: besorgniserregende Verlustquoten im KEP-Segment.
Laufzeit rund ein Jahr, 30 Tage Kündigungsfrist, Vergütung und geforderte Flottengröße werden vom Auftraggeber angepasst. Das ist nicht versicherbar, das gehört in deine Liquiditätsplanung.
Deine Bausteine
Obhutshaftung nach § 425 HGB, Höchstbetrag 8,33 SZR je kg, unbegrenzt bei qualifiziertem Verschulden (§ 435 HGB). Pflicht nach § 7a GüKG erst ab 3,5 t, die Haftung gilt trotzdem.
Kapital ab 1 Prozent Invalidität, 24-Stunden-Schutz, wirkt als Bindungsbaustein.
Freiwillig GKV: Krankengeld nur mit Wahlerklärung ab Tag 43.
Fahrer halten, ohne den Lohn zu sprengen
Fragen, die Zustellbetriebe uns stellen
Versicherungsmakler nach § 34d GewO, keine Rechts- oder Steuerberatung; Sozialversicherungs- und Arbeitsrecht mit Steuerberater und Anwalt klären.
Flotten-Check anfragen
Vier kurze Fragen, dann meldet sich Jan Wetekam persönlich. Kein Preisversprechen, keine Bindung.